09.03.2017: Arbeitsmarktzahlen: Bildung ist der beste Garant für ein Leben ohne Sozialleistungen

Der Deutsche Landkreistag hat anlässlich der am 01.03.2017 erfolgten Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen auf die Bedeutung einer guten schulischen Ausbildung hingewiesen. Präsident Landrat Reinhard Sager sagte: „Ein guter Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Garant dafür, im Leben auf eigenen Füßen stehen zu können. Insofern sind die Länder aufgefordert, ihre Anstrengungen im Bildungsbereich zu intensivieren.“ Ein Zehntel der Hartz IV-Empfänger sei im Alter von 15 bis 24 Jahren und befände sich bereits im Dauerbezug.


 

Die Entwicklung der Empfängerzahlen im SGB II zeigt weiterhin verschiedene Trends: In den Stadtstaaten ist ein stetiger, wenn auch sehr langsamer Rückgang zu verzeichnen. In den östlichen Ländern gibt es einen deutlich stärkeren, ebenfalls stetigen Rückgang, während in den westlichen Flächenländern seit 2013 ein leichter Anstieg der Hilfebedürftigkeit im SGB II festzustellen ist.

 

Die Arbeitslosenquote zeigt einen seit Jahren sinkenden Trend. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 1,87 Millionen Menschen im SGB II-Bezug arbeitslos ‑ allerdings  gab es 5,92 Millionen Bezieher von Leistungen nach dem SGB II. „Der Blick auf das statistische Kriterium ‚Arbeitslosigkeit“ verstellt den Blick auf die weiterhin große sozialpolitische Herausforderung im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit. Insbesondere junge Menschen, die weder über eine schulische noch über eine berufliche Qualifikation verfügen, weisen ein hohes Risiko auf, dauerhaft die Unterstützung der Jobcenter zu benötigen“, warnt Sager.

 

Bundesweit sind über 10 % der Leistungsempfänger im Alter von 15 bis 24 Jahren und erhalten bereits dauerhaft SGB II-Leistungen. „Daher bedarf es stärkerer Anstrengungen der Länder, um mit Schulabschlüssen die Grundlage für die Zukunft von Jugendlichen zu legen. Wichtig ist zugleich eine Stärkung der Jobcenter sowie der Kinder- und Jugendhilfe, damit kein Jugendlicher verloren geht“, so der DLT-Präsident.