„Bildung stärken – Zukunft gestalten – gelungene Bildungspolitik heute entlastet die Sozialkassen morgen“: Landkreistag Rheinland-Pfalz fordert Neuausrichtung der Bildungspolitik

Die Landkreise in Rheinland-Pfalz fordern ein Umdenken in der Bildungspolitik. Landrätin Julia Gieseking, Erste Stellvertretende Vorsitzende des Landkreistages Rheinland-Pfalz, erklärt dazu: „Gelungene Bildungspolitik heute ist die beste Investition in die Zukunft und entlastet die Sozialkassen von morgen.“  

Um die Bildungsqualität in Rheinland-Pfalz flächendeckend zu verbessern, unterbreitet der Verband konkrete Vorschläge. Einen Schwerpunkt legt der Verband auf die frühkindliche Bildung. Thomas Barth, Landrat des Landkreises Mainz-Bingen betont: „Wir fordern die Einführung einer landesweit einheitlichen und verpflichtenden Sprachstandserhebung für alle Vierjährigen. Nur so können Förderbedarfe frühzeitig erkannt und Kinder gezielt unterstützt werden, um ihnen den bestmöglichen Start in die Schule zu ermöglichen.“  

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Schaffung einer positiven Lernumgebung. Andreas Göbel, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz, führt aus: „Die private Nutzung von Handys im Schulalltag stört nachweislich die Konzentration und das soziale Miteinander. Wir brauchen eine landesweit einheitliche Regelung, die bis zu einem Handy-Verbot während des Unterrichts und in den Pausen reichen kann, um eine positive Lernatmosphäre zu schaffen. Wenn man heute – wie auch bei der verbindlichen und frühzeitigen Sprachförderung - untätig bleibt, verringert dies die Chancen unserer Kinder und gefährdet die sozialen Sicherungssysteme.“ 

Darüber hinaus fordert der Landkreistag Rheinland-Pfalz:  

Starke Förderschulen und gelingende Inklusion  

Für ein leistungsfähiges und differenziertes Schulsystem ist der Erhalt der Förderschulen unerlässlich. Gleichzeitig muss Inklusion an Regelschulen durch ausreichend Personal und Sachmittel vom Land fair gestaltet werden.  

Schulsozialarbeit und Musikschulen als feste Säulen verankern  

Schulsozialarbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag und muss als dauerhafte Aufgabe im Schulgesetz verankert werden. Ebenso müssen die öffentlichen Musikschulen als wichtige Bildungspartner anerkannt und durch eine verlässliche Finanzierung des Landes gesichert werden.  

Die detaillierten Positionen sind im beigefügten Forderungspapier „Bildung stärken - Verantwortung übernehmen“ – gelungene Bildungspolitik heute entlastet die Sozialkassen morgen, zusammengefasst.