10.12.2018: Kulturförderung - Schulterschluss von Kommunen und Verbänden; Baustein für gleichwertige Lebensbedingungen von Land und Stadt

Bei einem Treffen des Netzwerks der Kulturverbände Rheinland-Pfalz und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände am 21.11.2018 wurde eine enge Kooperation vereinbart. Es soll jährliche Treffen und gemeinsame Veranstaltungen geben und man wird sich gemeinsam mit Eckpunkten eines Kulturgesetzes befassen. Die Kulturförderung im Land ist nach übereinstimmender Aussage aller Beteiligten ein wesentlicher Standortfaktor in den Gemeinden, Städten und Landkreisen und trägt maßgeblich zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei.

 


Kultur mit Bildung und Sozialem gleichstellen

 

In einer engagierten Diskussion unter Leitung von Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrates und Sprecher des Netzwerkes der Kulturverbände, sowie den kommunalen Spitzenverbänden, wurden die vielfältigen Herausforderungen der Kultur in den Städten und den ländlichen Regionen diskutiert. Nach Auffassung von Landrat Günther Schartz, Vorsitzender des Landkreistages Rheinland-Pfalz muss der Aspekt der kulturellen Bildung in Kitas und Schulen stärker in den Vordergrund treten, damit die Kultur, auch ohne gesetzlich als Pflichtaufgabe definiert zu sein, dennoch als „Pflichtaufgabe“ wahrgenommen wird. Aloysius Söhngen, Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes, machte die Vielfalt und das große Engagement der ehrenamtlichen Kulturschaffenden deutlich: „Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts. Sie bringt die Menschen zusammen und stiftet Identität vor Ort.“ „Kultur ist ein Standortfaktor“ waren sich alle Beteiligten einig. Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetages, unterstrich die Bedeutung des kulturellen Engagements der Städte, das allein von der Erwartungshaltung der städtischen Bevölkerung schon ein stärkeres Gewicht habe.

 

Die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Kulturverbände machten deutlich, dass es darum gehe, ein gutes Qualitätsangebot in der Fläche sicherzustellen. Dazu stünden die Verbände zur Verfügung, sei es bei den Museen, der Kulturpädagogik, den Bildenden Künsten, der Musik oder bei den privaten Theatern. Dieses „Netzwerk“ wollen die Kommunen unterstützen. Dazu gehören regelmäßige Treffen, die Befassung der Gremien der kommunalen Spitzenverbände mit einem Schwerpunkt Kultur, aber auch konkrete Unterstützungsangebote für örtliche Initiativen. Auch die Internetseiten sollen verlinkt werden.

 

Hintergrundinformation


Das Netzwerk der Kulturverbände besteht aus einem Zusammenschluss folgender Akteure: dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V., dem Bund Deutscher Kunsterzieher - Landesverband Rheinland-Pfalz, der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik, dem Landesmusikrat, dem Landesverband professioneller freier Theater, dem Museumsverband sowie dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller - Rheinland-Pfalz.



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